Der österreichische Spitzenklub SK Rapid Wien hat laut dem österreichischen Portal LAOLA1.at beschlossen, die Kaufoption für den französischen Stürmer Janis Antiste nach dessen Leihe vom italienischen Verein US Sassuolo nicht zu ziehen.

Antiste, der mit hohen Erwartungen zu Rapid wechselte, kam mit einer bedingten Kaufverpflichtung in Höhe von mutmaßlich rund drei Millionen Euro. Die Klausel war ursprünglich an eine bestimmte Anzahl von Einsätzen in der Saison geknüpft. Die Rapid-Führung verhandelte die Bedingungen jedoch später neu, strich die automatische Kaufverpflichtung und verschaffte sich so mehr Flexibilität hinsichtlich der Zukunft des Spielers.
Trotz dieser Anpassung bleibt Antistes Zukunft in Wien ungewiss.
Rapid-Sportdirektor Markus Katzer bestätigte, dass der Verein weiterhin eine Option besitzt, den 22-Jährigen über die laufende Saison hinaus zu verpflichten, betonte aber, dass noch keine endgültige Entscheidung gefallen sei.
„Wir werden die Entwicklungen in den nächsten Wochen beobachten“, sagte Katzer. „Im Grunde genommen steht Antiste erst am Anfang seiner Entwicklung.“
Katzers Kommentare deuten darauf hin, dass der Verein weiterhin Potenzial in dem ehemaligen Toulouse-Stürmer sieht, dessen Zeit in Österreich von Inkonstanz und wenigen Einsatzmöglichkeiten geprägt war. Der Rapid-Manager ließ zudem durchblicken, dass Antiste am Samstag voraussichtlich nicht zum Einsatz kommen wird, was die Spekulationen um seine Rolle im Kader weiter anheizte.

Quellen aus dem Verhandlungsumfeld zufolge gibt es derzeit keine endgültige Einigung zwischen Rapid Wien und Sassuolo über die vollständige Streichung der ursprünglichen Kaufverpflichtung. Zwar hat die Neuverhandlung den finanziellen Druck auf den österreichischen Klub verringert, doch die Gespräche über die Zukunft des Stürmers dauern an.
Klubpräsident Alexander Wrabetz hat nun das bisher deutlichste Signal gegeben, dass Rapid sich von dem Franzosen trennen will. Wrabetz erklärte, der Verein werde die Kaufoption für Antiste nicht ziehen und sich stattdessen auf die Verpflichtung alternativer Spieler für diese Position konzentrieren.

Die Entscheidung scheint eine umfassendere strategische Neuausrichtung der sportlichen Abteilung von Rapid widerzuspiegeln, da der Verein seine Kaderstruktur für die kommende Saison überprüft.
Das Management ist offenbar der Ansicht, dass andere Offensivprofile besser zu den taktischen Plänen und finanziellen Prioritäten des Teams passen.
Antiste kam nach Wien, um seine Karriere wiederzubeleben, nachdem er sich bei Sassuolo nicht durchsetzen konnte. Einst als eines der vielversprechendsten jungen Stürmertalente Frankreichs gehandelt, als er bei Toulouse seinen Durchbruch feierte, zeigte der Angreifer zwar immer wieder sein Können, konnte die Führungsetage von Rapid aber nicht vollständig von einem festen Vertrag zum aktuellen Preis überzeugen.

Für Sassuolo bedeutet diese Entwicklung, dass der italienische Klub Antistes Zukunft im Sommer-Transferfenster erneut prüfen muss. Ob eine weitere Leihe, ein fester Wechsel zu einem anderen Verein oder die Wiedereingliederung in die Serie A die bevorzugte Option sein wird, bleibt unklar.
Rapid Wien wird derweil voraussichtlich in den kommenden Monaten intensiv nach Verstärkungen für die Offensive suchen, um sich mit einer überarbeiteten Transferstrategie auf die nächste Saison vorzubereiten. Sofern es keine dramatische Leistungssteigerung oder Verhandlungswende gibt, scheint Janis Antistes Zeit in der österreichischen Hauptstadt nun ihrem Ende entgegenzugehen.