Eine mögliche Heimkehr rückt beim SK Rapid Wien näher, da der Verein kurz vor der Verpflichtung des ehemaligen Jugendtorhüters Nikolas Polster vom Wolfsberger AC steht.

Laut Berichten von Laola1.at und der Kleinen Zeitung haben sich die Gespräche zwischen Rapid Wien und dem Wolfsberger AC in den letzten Wochen intensiviert. Der österreichische Spitzenklub möchte den 23-jährigen Schlussmann, der einst in seiner Akademie ausgebildet wurde, unbedingt zurückholen. Polster, der Rapid 2020 auf der Suche nach Spielpraxis in der ersten Mannschaft verließ, hat sich seitdem zu einem vielversprechenden Torhüter in der österreichischen Bundesliga entwickelt.
In einem kürzlich geführten Interview mit 90minuten gab Polster offen seine Verbundenheit zu seinem ehemaligen Verein zu und erklärte, dass eine Rückkehr zu Rapid für ihn oberste Priorität hätte, sollte sich die Gelegenheit ergeben. Seine Aussagen haben die Spekulationen über einen baldigen Transfer weiter angeheizt.

Rapids Sportdirektor Markus Katzer gilt als starker Befürworter des Wechsels. Im Zuge des laufenden Kaderumbaus, der die Wettbewerbsfähigkeit des Vereins national und international wiederherstellen soll, hat Katzer Polster als Schlüsselspieler für die Zukunft auserkoren.
Auch Cheftrainer Johannes Hoff Thorup ist Berichten zufolge sehr daran interessiert, den Torhüter zu verpflichten. Der dänische Taktiker sieht in Polster eine potenzielle Langzeitlösung zwischen den Pfosten und sieht die Möglichkeit, dass er die Nummer eins, Niklas Hedl, herausfordert oder sogar ersetzt.

Polster wechselte im Juli 2024 zum Wolfsberger AC und steht dort noch bis Juni 2027 unter Vertrag. Trotz seines relativ kurzen Aufenthalts hat er bereits einen bemerkenswerten Eindruck hinterlassen und in dieser Saison 15 Ligaspiele bestritten. Seine Leistungen sind auch außerhalb Österreichs nicht unbemerkt geblieben: Die englischen Premier-League-Klubs Brentford FC und Brighton & Hove Albion beobachten ihn angeblich ebenfalls.
Rapid Wien scheint jedoch im Rennen um seine Verpflichtung die Nase vorn zu haben und setzt dabei sowohl auf die emotionale Bindung als auch auf die Aussicht auf eine zentrale Rolle im Wiederaufbauprojekt.
Wolfsberger AC soll eine Ablösesumme zwischen 1,5 und 2 Millionen Euro angesetzt haben – eine Summe, die dem von Transfermarkt geschätzten Marktwert von Polster von 2,5 Millionen Euro sehr nahe kommt.

Für die Rapid-Fans ist die mögliche Rückkehr Polsters mehr als nur eine weitere Verpflichtung: Sie symbolisiert die Wiedergeburt eines Eigengewächses, das nun bereit ist, im Allianz Stadion Verantwortung zu übernehmen.
Sollte der Transfer zustande kommen, wäre dies ein wichtiger Schritt für Rapid Wien, um die Jugendarbeit mit sportlichem Ehrgeiz zu verbinden.
Während die Verhandlungen andauern, richten sich alle Blicke weiterhin nach Wien, wo ein bekanntes Gesicht bald wieder im Tor stehen könnte.
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