Ein neuer Name ist auf der Transferliste von Rapid Wien für den Sommer aufgetaucht: Der österreichische Spitzenklub zeigt offenbar großes Interesse an Sandro Trémoulet, dem Innenverteidiger von FK Radnik Surdulica. Die Vorbereitungen für ein möglicherweise ereignisreiches Transferfenster in der Allianz Arena laufen auf Hochtouren.
Der 26-jährige Verteidiger, der im Juli 2025 zum serbischen Verein FK Radnik Surdulica wechselte, hat sich schnell als einer der zuverlässigsten Spieler des Klubs etabliert und weckt nach einer beeindruckenden Saison in der serbischen Liga nun das Interesse zahlreicher europäischer Vereine.
Rapid Wien beobachtet den madagassischen Nationalspieler offenbar genau, da die Zukunft von Abwehrchef Serge-Philippe Raux Yao weiterhin ungewiss ist. Er gilt zunehmend als möglicher Abgangskandidat für den Sommer. Berichten zufolge sondieren die Verantwortlichen des Vereins mehrere Alternativen für die Defensive, und Trémoulet hat sich aufgrund seiner Vielseitigkeit, seiner Ruhe am Ball und seiner Linksfuß-Kompetenz in der Innenverteidigung als besonders attraktive Option herauskristallisiert.
Trémoulet absolvierte eine erfolgreiche Saison bei Radnik Surdulica, in der er in 31 Ligaspielen zum Einsatz kam und ein Tor erzielte. Der serbische Verein erreichte damit einen respektablen siebten Tabellenplatz. Seine Leistungen wurden für ihre Konstanz, sein defensives Spielverständnis und sein ruhiges Spielaufbauspiel gelobt – Qualitäten, die Berichten zufolge auch die Scouts von Rapid beeindruckt haben.
Der Aufstieg des Verteidigers war im vergangenen Jahr bemerkenswert. Obwohl er erst im letzten Sommer nach Serbien wechselte, wurde er schnell zu einem Eckpfeiler der Radnik-Defensive und erwarb sich durch seine reifen Leistungen während der gesamten Saison das Vertrauen des Trainerteams. Seine Bedeutung für die Mannschaft wurde im April nochmals unterstrichen, als der Verein seinen Vertrag umgehend bis 2027 verlängerte. Diese Entscheidung stärkt die Verhandlungsposition des Vereins angesichts des wachsenden Interesses anderer Vereine.
Trémoulet, der für Madagaskar auf internationaler Ebene spielt und bereits neun Länderspiele absolviert hat, besitzt zudem die französische Staatsbürgerschaft. Dies könnte mögliche Verhandlungen und Registrierungsformalitäten für Vereine in europäischen Wettbewerben vereinfachen.
Das Interesse von Rapid Wien gilt als ernsthaft, insbesondere da der Verein seine Abwehr vor der neuen Saison verstärken und national wie international wettbewerbsfähig bleiben möchte. Der österreichische Klub ist überzeugt, dass die Erfahrung, die körperliche Verfassung und die taktische Anpassungsfähigkeit des Verteidigers ihn ideal für die Anforderungen der Bundesliga machen.
Rapid ist jedoch nicht der einzige Interessent. Auch der bulgarische Spitzenklub Levski Sofia soll an dem Verteidiger interessiert sein und die Entwicklungen aufmerksam verfolgen. Der bulgarische Verein bewundert Trémoulets Führungsqualitäten und seine defensive Zuverlässigkeit und prüft im Sommer seine eigenen Optionen zur Kaderverstärkung.
Mit einem aktuellen Marktwert von rund 250.000 € könnte Trémoulet für interessierte Vereine eine erschwingliche und gleichzeitig strategisch wichtige Verstärkung darstellen. Angesichts seiner jüngsten Leistungen, seiner internationalen Erfahrung und seiner Vertragssituation könnte Radnik Surdulica nun zunehmend unter Druck geraten, einen ihrer Leistungsträger zu halten.
Im Zuge des bevorstehenden Sommertransferfensters dürfte die Zukunft von Sandro Trémoulet zu einer der spannendsten Geschichten um aufstrebende Talente der serbischen Liga in der Defensive werden. Für Rapid Wien könnte die Verpflichtung des madagassischen Nationalspielers ein kluger Schachzug sein, da sie sich auf mögliche Veränderungen in ihrer Innenverteidigung vorbereiten.